Alkohol und seine Folgen

Das Wahrnehmungsvermögen für bewegliche Lichtquellen verschlechtert sich bereits ab 0,2 Promille.
Gegenstände erscheinen bereits ab 0,3 Promille weiter entfernt als sie es tatsächlich sind.
Die Folgen: zu geringer Sicherheitsabstand, zu hohe Geschwindigkeit, verspätete Reaktion.
Die Rotlichtschwäche tritt ab 0,5 Promille auf. Warnsignale werden dann nicht oder verspätet aufgenommen.
Mit 0,8 Promille bremsen Sie etwa eine Sekunde später als nüchtern. Bei 50 km/h verlängert sich Ihr Anhalteweg dann bereits um 14 m.
Nach § 316 Strafgesetzbuch können Sie bei Anzeichen von Fahrunsicherheit (z. B. Schlangenlinien) bereits ab 0,3 Promille den Führerschein verlieren oder anderweitig empfindlich bestraft werden.
Denken Sie darüber nach, wann Sie nach Alkoholgenuss wieder fahrtüchtig sind. Auch ein gesunder Körper baut pro Stunde nur etwa 0,15 Promille ab.
Dieses entspricht etwa einem Glas Bier 0,2 l.
Ab 0,8 Promille kommt es zum sogenannten Tunnelblick. Das heißt: Ihr Gesichtsfeld ist links und rechts stark eingeschränkt. Das Risiko einen tödlichen Unfall zu erleiden, ist viermal so hoch, bei 1,6 Promille sogar 35mal so hoch wie in nüchternem Zustand.


Reichliches Essen verringert auch nicht den Promillewert.
Es wird nur die Aufnahmegeschwindigkeit des Alkohols ins Blut geringfügig vermindert.
Durch Kaffee, bestimmte Fruchtsäfte oder Medikamente lässt sich der Promillewert nicht senken. Nur die Zeit ist für den Abbau des Alkohols im Körper entscheidend.
Kaskoschäden werden nicht reguliert, wenn der Versicherte einen Unfall vorsätzlich oder durch grobe Fahrlässigkeit (Alkoholisierung) herbeigeführt hat. Ab 1,1 Promille (absolute Fahruntüchtigkeit) ist dies immer der Fall.
Auch bei einem Arbeitsunfall gibt es keine Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn die Alkoholisierung die rechtlich allein wesentliche Ursache für den Arbeits- oder Wegeunfall war.

Rechtliche Folgen sind dem Bußgeldkatalog zu entnehmen.